EINE RIESIGE PYTHON IN DER STADT


47'000 PREFA Wandrauten in vier unterschiedlichen Farben machen aus einem, an sich schlichten, Wohngebäude eines prominenten französischen Architekten einen optischen Meilenstein. Das „Schlangenhaus“ mit seiner auffälligen Python-Fassade ist faszinierender Blickfang eines architektonisch eher pragmatisch angelegten neuen Stadtteils von Grenoble.eher pragmatisch angelegten neuen Stadtteils von Grenoble.

Die Agentur für Architektur, Stadtplanung und Design des französischen Star-Architekten Édouard François ‒ internationales Mitglied der RIBA (Royal Institute of British Architects) in London, seit fast 20 Jahren mit seinen Arbeiten permanenter Teil der Ausstellung im „Centre Georges Pompidou“ ‒, feierte gerade ihr 30-jähriges Bestehen. Der Architektur-Exzentriker und Nachhaltigkeits-Trendsetter liebt das kreative Spiel mit der Fassade.

SPEZIALIST FÜR LEUCHTTURM-PROJEKTE

Die aussergewöhnlichen François-Projekte sind immer und überall auf den ersten Blick zu erkennen. Sein legendäres „Gebäude, das wächst“ in Montpellier, der zum Garten gewordene „Tower Flower“ und „Hôtel Barrière Le Fouquet’s“ in Paris (2006) sind Pilgerstätten für Architekten, die nachhaltiges, umweltbewusstes Planen und Bauen im Fokus haben. Mit „Le Python“ hat François sein extravagantes Œuvre um ein weiteres, spektakuläres Objekt bereichert. Ein Geburtstagsgeschenk in eigener Sache sozusagen.

ATYPISCH IM TYPISCHEN NEUBAUGEBIET

Christian de Portzamparc, Projektleiter und Stadtplaner, hatte seine eigenen Vorstellungen von Benchmarking in Grenoble Presqu’île. „Er hatte die Vision eines ikonischen, in Szene gesetzten Gebäudes im dezent gräulich gehaltenen Neubau-Umfeld“, beschreibt François die Aufgabenstellung. „Es war sehr schwierig, sich das Gebäude in diesem Kontext vorzustellen, wo es letztlich stehen sollte.“

Die Form und Ausführung des Gebäudes selbst ist an sich sehr schlicht. „Extraordinaire“ macht den Entwurf das Fassadenmaterial, das die kantige Form abstrahiert. „Es sollte funktionieren wie die Tarnung beim Militär“, so François.

AUFFÄLLIG GETARNT

Die Schlange kam ins Spiel, weil die grafischen Muster der Schlangenhaut es sehr schwierig machen, ihre Form zu definieren. Das Schuppenmuster funktioniert in Sachen Form wie eine Camouflage-Optik, die Ecken und Kanten verschwinden lässt.

Als Vorlage für den Fassadenentwurf diente dem Architekten ein Designer-Rucksack. Das Muster wurde gescannt und auf das passende Mass gezoomt. „Die Schuppen zu Fassadenrauten umzuwandeln war einfach“, meint François. „Der erste Eindruck einer Testfläche aus 20 × 20 PREFA Wandrauten war genial. Mit dem Python-Muster verschwanden alle hässlichen Ecken und Kanten, die grossen Fenster und ausladenden Balkonflächen.“

MATERIAL MACHT ARCHITEKTUR

„In der Nachbarschaft gibt es viele, mit gewöhnlichen Farben angemalte Häuser. Ich wollte ein echtes Gebäude mit echtem Material“, setzte sich François durch. „Die PREFA Wandrauten waren hierfür genau das Richtige. Wir haben anthrazit und silber ausgewählt und noch zwei Zwischentöne ‒ hellgrau und naturblank ‒ dazugenommen.“ Das Ziel, mit den PREFA Wandrauten ein industriell gefertigtes, lange haltbares und wartungsarmes Produkt einzusetzen, das auch die Herausforderung unterschiedlicher Fassadenhöhen meistert, hatte aber auch noch andere Vorteile. Weil es in Grenoble kleine seismische Aktivitäten geben kann, waren Stabilität und sichere Montage ein wichtiger Zweckanspruch.

FASSADENPROFI AUF SCHLANGENJAGD

„Wir sind zum Glück auf PREFA gestossen und waren sofort begeistert über die Vielzahl an unterschiedlichen Platten und Farben“, sagt der verantwortliche Fassadenprofi Patrick Gaide vom ausführenden Unternehmen ACEM aus Saint-Martin-d’Hères.

Das Ausmass der hinterlüfteten Fassade des Stahlbeton-Gebäudes mit dem Python-Touch war enorm. Verlegt wurden 1'500 Fassaden-Quadratmeter mit rund 47'000 PREFA Wandrauten 20 × 20. Ein PREFA Lehrverleger beriet vor Ort bei der Ausarbeitung der Details. Und die waren knifflig.

„Wir hatten eine genaue Zeichnung der nachgestellten Schlangenhaut vom Architekten erhalten. Mit der Info, wo welches Fassadenelement seinen Platz finden soll“, erinnert sich Gaide. Raute für Raute waren für den Effekt der schillernden Aussenhaut genau festgelegt. Deshalb wurde auf jedem Kleinteil in der entsprechenden Farbe P.10 anthrazit, P.10 hellgrau, naturblank sowie silbermetallic eine Nummer notiert, die bei der präzisen Umsetzung der Anordnung vom Plan auf die Fassade half.

EINE SCHÖNE PREFARENZ FÜR DEN FASSADENBAUER

Dass Architekt François und Fassadenbauer Gaide PREFA präferiert haben, hat nicht nur das perfekte Zusammenspiel der richtigen Rautenform und der passenden Farben als Grund. Die garantierte Farbbeständigkeit, die hohe Qualität des wartungsarmen Aluminium-Materials und das bewährte PREFA Know-how waren zusätzliche Assets. „Wir haben erstmals mit PREFA gearbeitet und waren gespannt. Es war die beste Wahl, und das Gebäude wird auch in 20 Jahren unverändert spektakulär aussehen“, meint der erfahrene Fassadenbauer. „Ich kann sagen: Ich habe die Python von Grenoble umgesetzt. Das ist eine schöne und aussergewöhnliche Referenz.“

KULTURELLES KULTOBJEKT

Le Python in Grenoble Presqu’île ist jetzt schon architektonisches Kultobjekt und steht als ein chices, auffälliges Gebäude und einzigartiges Original, von Weitem sichtbar, für mutige, moderne Architektur und Baukultur. „Genau das hat dieses neue Viertel gebraucht. Wenn wir in einem neuen Stadtteil innovativ sind, werden sich auch die anderen integrieren“, zieht Trendsetter François zufrieden Bilanz.

PRODUKTBOX PREFA WANDRAUTE 20 × 20

PRODUKT
PREFA Wandraute 20 × 20
MATERIAL

Beschichtetes Aluminium, 0,7 mm stark, Zweischicht-Einbrennlackierung oder Pulverbeschichtung bei Sonderfarben

FARBE

P.10 anthrazit, P.10 hellgrau, naturblank, silbermetallic

BEFESTIGUNG

1 Stk. Rillennagel pro Wandraute = 25 Rillennägel pro m²

GEWICHT

2,8 kg/m²

VERLEGUNG

Vollschalung mind. 24 mm

GRÖSSE

20 × 20 cm in verlegter Fläche

VERARBEITER-EMPFEHLUNG:

INTERVIEW MIT DEM ARCHITEKTEN

Auch Architekt Édouard François spricht über die Besonderheiten bei der Ideenfindung zum aussergewöhnlichen Wohnhaus "Le Python". Er verrät z.B. wie dieses besondere Schlangenmuster der Fassade entstanden ist.

INTERVIEW MIT ARCHITEKTEN ÉDOUARD FRANÇOIS ANSEHEN
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