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GRÜN? BLAU? ODER DOCH BEIDES?


Die Passanten staunen und fragen sich, ob das neue Gewand des Wielandhauses schräg gegenüber vom Aarauer Bahnhof nun grün, blau oder in beiden Farben erstrahlt.

Dass die Ansichten so verschieden sind, liegt an der Farbe mit diesem ganz speziellen Spektraleffekt, die je nach Sonneneinstrahlung resp. Lichtverhältnis das Aussehen des Gebäudes verändert.

Auffällig ist es schon: Das neue Kleid des Wielandhauses. Die Verantwortlichen der Aarauer Freimaurerloge zur Brudertreue, welchen das Haus im Bahnhofsviertel gehört, haben sich bei der Wahl der Farbe in der Tat sehr viele Gedanken gemacht. Der beauftragte Gebäudeverwalter, Christian Rettenbacher, beschreibt die Farbwahl damit, dass die blaue Farbe die Grundideale der Freimaurerei darstellt, was sich auch in ihrer Farbwelt widerspiegelt. Großmütige Werte wie Freiheit, Gleichheit, Toleranz und Humanität gehören dabei zu den Eckpunkten der Bruderschaft. Werte, die sich nun gekonnt in der neuen Fassade spiegeln. «Blau ist Teil unserer Identität. Wir wollten, dass diese Farbe unsere Fassade ziert», erklärt Rettenbacher. Und mit der Umgebung, die sich in der Fassadenunterseite spiegelt, entstehe der Eindruck eines „Schwebenden Steines“, womit der Grundgedanke des damaligen Architekten, Willi Lüscher, weitergeführt wird.

Farbkompetenz aus dem Aargau, für den Aargau.

Die markante Farbsprache sei auch eine Hommage an den Kanton Aargau, meint Christian Rettenbacher. Blau vereine die Seen und Flüsse und der Grünton die Natur, den Wald sowie die üppigen Wiesen der Region. Der Ausdruck beider Farben wurde nun dank der einzigartigen Effektfarbe erreicht. Dabei freut sich der Projektverantwortliche Rettenbacher, dass es gelungen ist, die Farbe in enger Zusammenarbeit mit der Farbenfabrik Monopol Colors zu entwickeln, die nur 30 Kilometer entfernt im aargauischen Fislisbach beheimatet ist.  

Über 1800 Einzelteile.

In stundenlanger Feinarbeit wurde im Farblabor getüftelt, getestet und ausprobiert. Erst als der Farbton zu 100% ins Schema passte, liess man die Farb- und Plattenproduktion anlaufen und ging danach unmittelbar in die Montage. Dabei lieferte die PREFA (Schweiz) AG über 1800 Verbundplatten-Einzelteile in den entsprechenden Farben. Auch für die Montage der neuen Fassade überliess man nichts dem Zufall. Daher zog man mit den hohen Kompetenzen der Salm Fassadenbau AG ebenfalls ein Unternehmen aus der Region mit an Bord.

Konstruktive Kooperation mit der Stadt.

Mit seiner spektralen Zweifarbigkeit steht die Sanierung der Gebäudehülle an der Frey Herosé-Strasse 12 als innovativer Farbtupfer in Aarau. Damit das Objekt in dieser Form überhaupt realisiert werden konnte, war die Bauherrschaft auf den Segen und den Willen der Stadt Aarau angewiesen. In vielen intensiven und stets konstruktiven Gesprächen und Sitzungen konnte das Vorhaben dank der grosszügigen Kooperation der Behörden ohne Verzögerung und im Zeitplan durchgeführt werden. 

Frisches Zuhause.

Die neue Fassade wirkt aufgeräumter und klarer in ihrer Erscheinung. Die blauen und grünen Farbanteile verbinden Städtisches sowie Ländliches – genauso, wie der Kanton Aargau es tut. Aus diesem Grund ist der neue Glanz des Wielandhauses ein dem Zeitgeist entsprechendes, erneuertes und durchwegs frisches Zuhause für das „Kantonale Departement der Volkswirtschaft und des Inneren des Kanton Aargau“.

 

Über die Aarauer Freimaurerloge zur Brudertreue:

Die Aarauer Freimaurerloge zur Brudertreue wurde 1811 gegründet. Seither treffen sich die ausschliesslich männlichen Mitglieder regelmässig zum Gedankenaustausch und zur Pflege des freimaurerischen Gedankenguts. Wie in Aarau so trifft man sich in der ganzen Welt und bildet zusammen eine, die Menschheit umfassende, Bruderkette. Die Freimaurer versuchen, die Prinzipien der Toleranz, des gegenseitigen Respekts und der gegenseitigen Achtung sowie der Menschenliebe einzuhalten. Der Freimaurerbund ist eine diskrete Gesellschaft, die im Stillen wirkt. Der Bund ist als Anleitung zu einer menschlicheren Lebensführung und nicht als Rezept mit Erfolgsgarantie zu betrachten.

Über Monopol Colors:

Seit 1947 stellt Monopol Colors Fassadenbeschichtungen, Industrielacke und Korrosionsschutzsysteme her, die weltweit zum Einsatz kommen. Dabei zählen Architekten und Designer ebenso zu den Kunden wie Anwender aus Bau und Industrie. Das Familienunternehmen spezialisierte sich auf die Disziplin des Colors Designs. So mischen im Farblabor von Monopol Colors die Kunden selbst Pigmente, Pasten und Pulver. Die Farbdesigner und Techniker von Monopol Colors unterstützen dabei ­– so lange, bis die persönliche Wunschfarbe vom Kunden vorliegt.

Über Salm Fassadenbau:

Die Firma Salm Fassadenbau AG wurde im Jahr 1981 gegründet. Vom damaligen 3 Mann Betrieb, in dem zu Beginn hauptsächlich Faserzementplatten verbaut wurde, ist die Salm Fassaden AG in den letzten 39 Jahren zu einem innovativen Unternehmen mit über 40 Mitarbeitern herangewachsen. Heute verarbeitet und montiert die Firma die ganze vielfältige Palette der verfügbaren Materialien, die im hinterlüfteten Fassadenbereich einsetzbar sind.

Seit 2015 betreibt man zudem ein eigenes Blechcenter, in welchem alle benötigten Profile und Kantteile produziert werden. Mit der Gründung der Salm Bedachungen AG im Jahr 2018, ist das Unternehmen in der Lage die gesamte Gebäudehülle aus einer Hand anzubieten.

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